m54 Kino

Dringend gesucht

Dringend gesucht - Anerkennug nicht vorgesehen

Kinoabend im Rahmen der Interkulturellen Filmwoche

"Ich habe einen Hund. Der Hund ist legal. ich überlege den Hund zu heiraten, um vielleicht auch offiziell zu werden“ schildert Jaqueline mit Sarkasmus ihre Situation - sie lebt und arbeitet als illegalisierte Hausangestellte in Amsterdam. 2006 gründete sie zusammen mit anderen die Organisation „United Migrant Domestic Workers“, um grundlegende Rechte für Hausangestellte ohne Papiere zu erkämpfen. Die Organisation wird von der niederländischen Gewerkschaft  FNV unterstützt.


Die Mafia sei stark in Peru, berichtet Rosita P., viele Frauen, die in Europa ihre Situation öffentlich gemacht hätten, seien zurück in Peru ermordet worden, auch sie habe nun Angst um das Leben ihrer Familie, will ihre Lage aber nicht mehr hinnehmen. Wie so viele ist sie von einer Arbeits-Agentur in Peru in die Niederlande vermittelt worden. Ihr wurde versprochen, dass sie legal als Hausangestellte arbeiten könnte. Aber sie bekommt keine Papiere und die Arbeitsbedingungen sind furchtbar. „Von 7.00 Uhr morgens bis 20.00 Uhr abends musste ich pausenlos arbeiten.“ Sie hat weder freie Tage, noch darf sie das Haus allein verlassen...


Die Regisseurin Anne Frisius begleitet in ihrem Dokumentarfilm zwei Hausangestellte, die vor Gericht ziehen, um ihre Rechte gegenüber ihren Arbeitgebern einzuklagen. Und er zeigt Aktivist*innen in Amsterdam, die öffentlich Anerkennung und Rechte einfordern und dafür die Organisation United Migrant Domestic Workers gegründet haben. Fast alle Mitglieder sind Hausangestellte ohne Papiere.

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